Unser Filterlexikon

Hier erfahren Sie alles über Filtration und Filtertechnik!

Absaugung

Durch eine permanente Absaugung wird die Standzeit der Luftfilter erhöht. Der abgeschiedene Staub wird aktiv aus dem Vorabscheider entfernt und somit Ablagerungen vermieden.

Abscheidegrad

Der Abscheidegrad ist das Verhältnis des vom Filter zurückgehaltenen Schmutzes im Vergleich zum zugegebenen Schmutz.

Berstdruck

Der Berstdruck gibt das Versagen des Filterelements bei Durchströmung von innen nach außen an. Grund ist ein zu hoher Differenzdruck.

Beta-Wert (ß-Wert)

Ist das Maß für die Effektivität eines Filters. Der Wert gibt eine Verhältniszahl an, welche sich aus der Partikelzahl vor und nach dem Filterdurchgang bei einem bestimmten Druckabfall ergibt. Allgemeine Formel ßx = Partikelzahl > x(µm) vor dem Filter /  Partikelzahl > x(µm) nachdem Filter. Beispiel 10µm bei beta 200 bedeutet, dass auf der Einlassseite 200 mal mehr Partikel als auf der Auslassseite mit größer oder gleich 10µm vorhanden sind.
 
Hieraus ergibt sich:
 
ßx = 1 es werden keine Partikel abgeschieden
ßx = 2 werden 50% abgeschieden
 
Der heutige, minimale, praktische Zielwert liegt bei ßx = 75 und sagt aus, dass 98,6% der Partikelgröße x herausgefiltert werden.

By-Pass Ventil

Ventil zu Sicherstellung des Öldurchflusses zur Schmierstelle, notwendig unter anderem bei Kaltstart mit zähem Öl oder einem verstopften Filter.

Delta-p-Wert

Der Delta-p-Wert gibt den Differenzdruckunterschied eines Filters. z.B. zwischen Roh- und Reinseite an.

Differenzdruck

Siehe Delta-p-Wert

Einstufenfilter

Ein Einstufenfilter ist ein Luftfilter ohne Vorabscheidung. Diese sind erhältlich mit und ohne Sekundärelement und werden typischerweise bei stationären Motoren verwendet.

Filterelement

Das Filterelement ist  das für die Filtration zuständige Bauteil.

Filterfeinheit

Die Filterfeinheit oder µ bezeichnet die Partikelgrösse, welche ein Filter gemessen an seiner Effektivität/Filterfeinheit herausfiltern kann.

Filterfeinheit (absolut)

Der Begriff kommt aus der Hydraulik und korrespondiert mit dem Beta-Wert. Liegt die Filterfeinheit z.B. bei 10 µ "absolut", dann bedeutet dies, dass der Filter bei ß = 75 mindestens 98.6% aller 10 µ Partikel herausfiltert.

Filterfeinheit (nominal)

Der Begriff kommt aus der Ölfiltrierung bei einem Verbrennungsmotor. Die nominale Filterfeinheit im Vergleich sagt nichts über den Prozentwert der herausgefilterten Partikel aus. Es kann deshalb z.B. durchaus sein, dass ein Filter, welcher 10 µ "nominal" ist, nur 50% aller 10 µ Partikel herausfiltert.  Daher hat die nominale Filterfeinheit keine Aussagekraft  im Bezug auf die Effizienz eines Filters.

Filtergehäuse

Das Filtergehäuse, in welchem sich das Filterelement befindet.

Filtermedium

Das Filtermedium ist das Material, mit welchem die Filtration durchgeführt wird. Hier gibt es z.B. Zellulose, Glasfaser, Polyester uvm.

Hauptelement

Ein aus Filtermedium, Dichtung, sowie Kunststoff oder Metallteilen bestehender Luftfiltereinsatz, mit der Aufgabe  der Feinfiltration in einem Trockenluftfilter.

Kollapsdruck

Der Kollapsdruck gibt das Versagen des Filterelements bei Durchströmung von Außen nach Innen an. Grund ist ein zu hoher Differenzdruck.

Nenndruck

Ist der Druck in bar/mbar/kPA für den Filter ausgelegt sind.

Nenndurchfluss

Der Nenndurchfluss oder auch Volumenstrom genannt wird in m³/min bei Luftfiltern und L/min bei Flüssigkeitsfiltern gemessen. Und ist damit die Auslegungsgrundlage eines Filters.

Pulsation

Die Pulsation ist eine Druckschwingung im Ansaugbereich z.B. in einem Motor oder auch einem Kompressor. Dieser Effekt wird für die Entleerung des Staubaustragsventil genutzt.

Reinluftleitung

Die Reinluftleitung ist die Leitung nach dem Luftfilter. Durch diese wird gereinigte Luft dem Motor oder dem Kompressor zugeführt.

Rohluftleitung

Die Rohluftleitung ist die Ansaugleitung vor dem Luftfilter. Durch diese wird die Umgebungsluft dem Luftfilter zugeführt.


Schmutzkapazität

Die Schmutzkapazität wird in Gramm (g) gemessen und gibt die Masse des Schmutzes, welche unter definierten Versuchsbedingungen bis zum Erreichen eines bestimmten Verbrauchsendzustandes zugegeben wird, an.

Sekundärelement

Ein weiterer Luftfiltereinsatz, welcher im oder nach dem Hauptelement untergebracht ist. Dieser dient der Sicherheit, um z.B. bei Wartungsarbeiten oder einem defekten Hauptelement das Eindringen von Staub in den Reinluftkreislauf zu verhindern.

Sicherheitselement

Siehe Sekundärelement

Standzeit

Die Standzeit wird in Stunden (h) gemessen und ist die in der Praxis ermittelte Betriebsdauer des Filters bis zum fällig werden des Wartungszeitpunkts.

Staubaustragsventil

Am Gehäuse eines Zweistufenluftfilter befindliches Ventil, über welches der vorabgeschiedene Straub aus dem Filtergehäuse "ausgetragen" wird.

Umgehungsventil

Siehe By-Pass Ventil

Viskosität (dynamisch)

Die dynamische Viskosität ist ein Maß für die Zähigkeit des zu filternden Mediums.

Viskosität (kinematisch)

Die kinematische Viskosität ist das Verhältnis der dynamischen Viskosität des Mediums zu seiner Dichte.

Volumenstrom

Siehe Nenndurchfluss

Wartungsanzeiger

Der Wartungsanzeiger zeigt an, zu welchem Zeitpunkt die Wartung eines Filterelements durchgeführt werden sollte.

Wartungsschalter

Der Wartungsanzeiger schaltet beim Erreichen eines vordefinierten Wartungszeitpunkts oder auch bei Druckanstieg ein Signal durch. Dieses kann z.B. optisch oder elektrisch erfolgen.

Zweistufenfilter

Ein Zweistufenfilter ist ebenfalls ein Luftfilter. Das Filtergehäuse hat eine integrierte Filtrationsstufe, welche zur Vorabscheidung von Staub aus der Ansaugluft verwendet wird.

Zyklon

Ein Zyklon ist ein Fliehkraftabscheider. Dieser wird Zum Abscheiden von Partikeln aus der Ansaugluft eingesetzt.